Teilprojekt C4

Headergrafik Maschinenbau

C4 | Teilprojekt C4: Transformation von technologischen Erkenntnissen aus Herstellung und Erprobung in Produkteigenschaften

Neben den Marktanforderungen beeinflussen technologische Erkenntnisse aus den Bereichen Herstellung und Erprobung das Produkt und seine Eigenschaften erheblich. In einer konventionellen Produktentwicklung fließen solche Erkenntnisse aus diesen, der Entwicklung nachgelagerten Prozessen meist in Form von zeitintensiven, iterativen Verbesserungen auf der Grundlage von Fertigungs- Erprobungsergebnissen in den Entwicklungsprozess ein. Die Anzahl dieser Iterationen und den dafür erforderlichen Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig die mathematisch- algorithmisierte Optimierung zu unterstützen, ist ein Ziel des Teilprojekts C4.

Dazu wird als ein Arbeitsschwerpunkt in diesem Teilprojekt der Einfluss von technologischen Erkenntnissen aus den, der Entwicklung nachgelagerten Prozessen erfasst. Diese Erkenntnisse werden bezüglich ihrer Varianz in der Darstellung (Prüfprotokolle, Diagramme etc.) vereinheitlicht und in aufbereiteter Form der mathematischen Optimierung für eine technologisch optimierte Produktgestaltung zur Verfügung gestellt. Rückwirkend fließen aber auch die Anforderungen an eine optimale Produktgestalt als Vorgehen für eine Optimierung der Fertigungsverfahren und Fertigungsprozesse ein.

Das Teilprojekt C4 nutzt und ergänzt dabei das in Teilprojekt A1 erstellte Beschreibungmodell und die in Teilprojekt A5 erarbeitete Informationsmodellierung. Die Transformation der Marktanforderungen an Blechprofile mit verzweigten Profilen in konstruktive Parameter (Teilprojekt A1) wird damit um die Transformation und Rückkopplung von technologischen Erkenntnissen aus der Herstellung und Erprobung erweitert.

Die technologischen Erkenntnisse aus Fertigung und Erprobung können jedoch auch im Sinne eines so genannten „Technology – Push“- Ansatzes auch genutzt werden, um für Unternehmen besondere Alleinstellungsmerkmale und Marktvorteile zu erlangen. Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs hat das Teilprojekt C4 hier seinen zweiten Arbeitsschwerpunkt, indem es technologische Erkenntnisse aus der Herstellung und Erprobung spaltprofilierter Bauteile aufgreift und anstrebt, eine Methodik zu entwickeln, mit der systemmatisch Potenziale für die Erfüllung von Markt- und Kundenerwartungen abgeleitet und neue Anwendnungsfelder erschlossen werden können.

Dazu erstellt Teilprojekt C4 in enger Abstimmung mit Teilprojekt A1 ein eigenschaftsbasierendes Beschreibungsmodell, das der Transformation von technologischen Erkenntnissen zu Marktanforderungen hinterlegt ist. Basierend auf einem vergleich innovativer Lösungen und einer Auswahl Erfolg entsprechender Transformationsbeispiele werden dann beispielhaft Innovationspotenziale für spaltprofilierte Halbzeuge aufgezeigt sowie Erkenntnisse über den Umgang, aber auch die Potenziale und die Grenzen eines systematisch durchgeführten Transformationsprozesses erarbeitet. Damit führt Teilprojekt C4 in der ersten Antragsphase des Sonderforschungsbereichs den Nachweis der Machbarkeit einer derartigen technologierinduzierten Innovationsmethodik, die in der zweiten Phase des Sonderforschungsbereichs ausgearbeitet werden soll.